Fotografieren lernen: was ist eigentlich die Blende?
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11 Dez Fotografieren lernen: was ist eigentlich die Blende?

Irgendwann taucht immer die Frage nach der Blende auf. Als ich fotografieren gelernt habe, bin ich schnell bei Festbrennweiten und offenen Blenden gelandet. Meine erste Festbrennweite, war das 50 mm f/1,4 von Nikon. Nach dem Auspacken habe ich damit alles fotografiert. Angefangen mit Wäscheklammern, Kaffeetassen und später Portraits. Das 50´er f/1,4 ist meine absolute Lieblingslinse. Ich habe diese Offenblendenphase bis heute nicht überwunden. Warum auch?

Es gibt aber viele Situationen und Bilder, in denen eine geschlossene Blende von Vorteil ist. Nicht immer ist die offene Blende das Maß aller Dinge. Es ist daher schlau, etwas mehr über die Blende und ihre Wirkung zu erfahren.

Fotografieren lernen: was macht eigentlich die Blende?

Die Blende regelt, wie viel Licht auf den Sensor treffen darf. Du kannst im manuellen Modus oder in der Blendenautomatik die Blende direkt verstellen. Durch die mechanischen Lamellen innerhalb des Objektivs wird die Öffnung der Blende größer oder kleiner. Somit bestimmst Du die Lichtmenge, die in einem gewissen Zeitraum auf den Sensor trifft.

Und mit der Blende bestimmst Du die Bildwirkung. Die Blendenzahl, mit einem /f vor der Zahl angegeben, zeigt das Verhältnis von der Brennweite zu der Blendenöffnungsweite an. Dabei kannst Du Dir als Faustregel merken:
Eine kleine Blendenzahl bedeutet, dass die Blende weit geöffnet ist und eine große Blendenzahl schließt die die Öffnung der Blende.

Kuckt man in Fotobücher oder in die Bedienungsanleitung der eigenen Kamera, wird man plötzlich mit kryptischen Zahlen und Buchstabenkombinationen konfrontiert. Um Dir nicht eine Frikadelle ans Ohr zu labern, habe ich Dir eine Zeichnung gemacht.

Fotografieren lernen: was ist eigentlich die Blende?

Einfach, nicht? Aus dieser Zeichnung kannst Du ganz einfach ablesen:

kleine Blendenzahlen wie f/1,4 oder f/2,8 nimmst Du, wenn Du zum Beispiel mit einer Festbrennweite von 50 mm die Person oder das Objekt scharf- und den Hintergrund unscharf haben willst.

Eine große Blendenzahl von f/8 stellst Du dann an Deiner Kamera ein, wenn Du zum Beispiel Landschaften oder Gebäude fotografierst und viele Details scharf abgebildet sein sollen. Die Blende ist geschlossen, die Lamellen lassen nur noch wenig Licht hinein.

Wie die Blende die Bildwirkung beeinflusst

Bei dem folgenden Bild kannst Du die Wirkung der Blende ganz leicht erkennen. Das erste Bild habe ich mit der Blende f/1,4 aufgenommen und bis auf die rote Wäscheklammer verschwindet alles in Unschärfe. Ich mag den Effekt der großen Blendenöffnung und die sehr geringe Schärfentiefe. wie funktioniert Blende-ISO-Verschlusszeit -4

Nimmst Du wie beim 2. Bild  eine etwas geschlossenere Blende f/8, ist das Bild schon sehr scharf. Noch mehr Durchzeichnung würdest Du hier bei einer komplett geschlossenen Blende bekommen.

wie funktioniert Blende-ISO-Verschlusszeit -3

 

Durch das manuelle Auswählen der Blendenzahl bestimmst Du nicht nur, wie viel Licht auf den Sensor fällt, sondern Du legst damit auch die Tiefenschärfe fest. Das bedeutet, dass Du bestimmen kannst, welcher Part Deines Fotos scharf zu erkennen ist und welcher verschwommen wirkt.

Wenn Du gerne Menschen fotografierst und den unscharfen Hintergrund magst, sind Offenblenden von Vorteil. Du findest solche extremen Offenblenden von unter f/2,8 bei Festbrennweiten. Fotografierst Du gerne Landschaften, sind geschlossene Blenden von Vorteil. Denn es sollen viele Bildbereiche gleichmäßig scharf abgebildet werden.

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